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Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung
soll stärker überwacht werden

 

Am Mittwoch dieser Woche beschloss das Bundeskabinett, das bestehende Arzneimittelgesetz zu ändern. Laut Angaben der Tageszeitung "Die Welt" wurden im letzten Jahr 1734 Tonnen Antibiotika in der Massentierhaltung in Deutschland eingesetzt. Wie die EU-Kommission erklärte, sterben an den Folgen europaweit jährlich 25.000 Menschen. Denn der Verzehr von Fleisch, das überdurchschnittlich mit Antibiotika belastet ist, könne beim Menschen zu Resistenzen gegen Medikamente führen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz wies darauf hin, dass in der Massentierhaltung 40 Mal mehr Antibiotika zum Einsatz komme als in deutschen Krankenhäusern. Ziel der Gesetzesänderung ist eine stärkere Kontrolle auf Basis einer zentralen Datenbank, in welcher der Antibiotikaeinsatz von Tierärzten und Landwirten dokumentiert werden soll. Eine gesetzlich vorgeschriebene Reduktion des Antibiotikaeinsatzes zum Schutz der Menschen ist ebenfalls angedacht. Ob der Missbrauch von Antibiotika damit allerdings wirklich eingedämmt werden kann, bleibt offen.

 

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