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Verwechslungsgefahr: Katzenbaby im Wald
könnte geschützte Wildkatze sein!

Schätzungsweise 5.000 Wildkatzen leben in Deutschland, 3.000 davon allein in Rheinland-Pfalz. Viele Menschen glauben, die Wildkatze sei eine verwilderte oder ausgesetzte Hauskatze. Beide Katzenarten – die Wildkatze und unsere Hauskatze – haben jedoch unterschiedliche Abstammungslinien.

Eine Wildkatze lebt ohne menschliche Hilfe in der Freiheit. Sie darf daher weder angefasst noch aus ihrer Umgebung gerissen werden. Auch nicht in bester Absicht. Weil die Babys von Wildkatzen mit ihren großen blauen Augen natürlich auch süß ausschauen, erwecken sie den Beschützerinstinkt, wenn sie von Wanderern allein, ohne Mutter gefunden werden. Wird die Wildkatze dann mit nach Hause genommen – was keinesfalls passieren sollte – erlebt man nicht selten das für diese Katzenart typische Verhalten. Es wird gespuckt, gekratzt, gefaucht und geschlagen. Kommt das so verwaiste Katzenbaby dann wieder in ein Wildfreigehege zurück, muss es mühevoll in monatelanger Arbeit auf die bevorstehende Auswilderung vorbereitet werden, um überleben zu können. Wichtige Lerneinheiten der Mutter in der so wichtigen Prägephase fehlen und machen das  Leben für die Katze in Freiheit doppelt gefährlich.

Daher gilt:
Bei getigerten Katzen im Wald immer an eine Wildkatze denken. Auf eine Wildkatze deutet neben der imposanten Größe auch der buschige Schwanz hin, der meist mit drei schwarzen Kringeln endet. Die Katze darf auf keinen Fall angefasst werden. Merken Sie sich den Fundort, und informieren Sie die zuständige Forstbehörde oder eine Naturschutzbehörde, die die Katze beobachten werden.

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