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Tiere in der Fußgängerzone:
Teil des Straßenbildes oder tierschutzwidrig?

 

Sie gehören schon so zum Straßenbild, dass sie meist gar nicht mehr auffallen: Tiere in der Fußgängerzone: Der Gitarre spielende Mann, dessen Hund ruhig neben ihm schläft. Das Lama, das in der prallen Sonne auf einer Handvoll Heu stehend die Herzen der Passanten zu einer Spende öffnen soll. Die Elefanten, die durch die Fußgängerzone getrieben werden, um auf den Zirkus aufmerksam zu machen, oder die süßen, zum Schnäppchenpreis angebotenen Hundewelpen. Niedliche oder leidend aussehende Tiere in der Fussgängerzone werden oft dazu eingesetzt, Geld zu erbetteln. Wie soll man sich verhalten? Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO empfiehlt, seinem Gefühl zu vertrauen. Werden die Tiere missbraucht, um an Spenden zu kommen oder leiden die Tiere offensichtlich wegen Kälte, Hitze, schlechter Haltung oder Unterernährung, sollte ein solches Verhalten möglichst nicht noch durch eine Spende unterstützt werden.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so ausschaut, als würde das Tier gequält werden, so ist Vorsicht geboten, wie der Fall des Mischlingshundes Alex zeigt. Passanten waren Mann und Hund schon Monate zuvor in der Fußgängerzone unangenehm aufgefallen. Der Mann wollte immer nur Geld, nie Futter für den Hund. Sein Halter hatte ihn schließlich aus einer Laune heraus am Auto angebunden und 2,5 Kilometer hinterher geschliffen. Der Hund überlebte, weil der Tierschutzverein Bad Homburg sich rührend um ihn kümmert und die Arztkosten der langwierigen Behandlung übernahm.

"Alex geht es heute bestens. Der tapfere, lebensfrohe, kleine Hund hat in einer super netten Familie sein neues Leben begonnen und zum Glück keinerlei psychische Narben behalten", so Frau Dernbach vom Tierschutzverein Bad Homburg.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Tieren in der Fußgängerzone gemacht? Schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

 

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