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Nepal neue Drehscheibe für Schmuggel

 

Tierschmuggler und Wilderer kennen bekanntlich keine Skrupel, wenn es um das schnelle Geld mit dem Wildtierhandel geht. Inzwischen sind auch Nationalparks nicht mehr vor Wilderern sicher. So beklagt der nepalesische, zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörende Chitwan Nationalpark am Fuße des Himalaya zunehmend mehr ermordete und verstümmelte Tiere in seinem Park. Wegen der günstigen geographischen Lage zum Hauptabnehmerland China wird Nepal zunehmend zur Drehscheibe für den Schmuggel und zum Paradies für Wilderer. Der zu erzielende Profit lockt: So lassen sich nach Einschätzungen von Experten für ein Tigerfell auf dem internationalen Schwarzmarkt mehr als 7.000 Euro erzielen, für ein Rhinozeros-Horn werden fast 10.000 Euro gezahlt. Mit den Tierteilen werden Möbel und Waffen verziert oder Aphrodisiaka hergestellt.

Aber auch Urlauber sind schuld an der Misere. Im Jahre 2008 wurden über 21.000 Gegenstände, hergestellt aus geschützten Tieren oder Pflanzen, vom deutschen Zoll sichergestellt. Krokotasche, Koralle, Kaviar, Schildkröten oder Orchideen als Urlaubsmitbringsel können teuer werden. Bis zu 5.000 Euro Bußgeld drohen für die Einfuhr.

 

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