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Militärversuche an lebenden Tieren untersagt
Protest  der „Ärzte gegen Tierversuche“ erfolgreich

 

Nach Plänen der US-Armee in Deutschland hätten auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr in der Oberpfalz Schweine und Ziegen verletzt werden sollen, um diese dann zu Übungszwecken im Rahmen der Sanitätsausbildung zu behandeln. Der Verein Ärzte gegen Tierversuche und andere Tierrechtsverbände hatten zu Protesten aufgerufen. Die zuständige Genehmigungsbehörde, die Regierung der Oberpfalz, untersagte den Amerikanern das Vorhaben, da die Experimente gegen das Tierschutzgesetz verstoßen würden. Schweinen und Ziegen sollten nach dem Willen der US-Armee zu Übungszwecken für Sanitäter mit dem Skalpell Stich- und Schnittwunden beigebracht werden, um eine möglichst realitätsnahe Übungssituation zu simulieren. "Tierversuche zur Entwicklung und Erprobung von Waffen, Munition und dazugehörigem Gerät sind in Deutschland verboten", so die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche. "Außerdem dürfen laut Tierschutzgesetz Tierversuche zur Aus-, Fort- und Weiterbildung nur durchgeführt werden, soweit ihr Zweck nicht auch auf andere Weise erzielt werden kann", so die Vereinigung weiter. Es werde Zeit, dass diese unsinnigen Übungen des Militärs endlich deutschlandweit verboten werden, so auch Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Die US-Armee kann nun gegen die Entscheidung vor Gericht gehen oder aber einen abgewandelten Antrag erneut einreichen.

 

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