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Bienensterben in Deutschland:
Langfristiger Abwärtstrend

 

Die Zahlen zum Bienensterben variieren je nach Geographie und Aussagen einzelner Imker, aber darüber sind sich alle einig: Es gibt in diesem Jahr signifikant weniger Bienen als noch 2009. Schätzungen zufolge könnte der  Rückgang bis zu 30 Prozent betragen. Das ist nicht nur ein wirtschaftlicher Schlag für die ohnehin rückgängige Imkerkultur. Ein nicht unerheblicher Teil der  landwirtschaftlichen Nutzpflanzen hängt von der Bestäubung durch die Biene ab, sowie etwa ein Drittel unserer Nahrungsmittel. Hauptursache für das Bienensterben - auch darüber herrscht weitestgehend Einigkeit in Fachkreisen - ist die vor 30 Jahren aus Asien eingeschleppte Varroa-Milbe. Sie ernährt sich vom Blut der Bienen und befällt bereits die Bienenlarven. Die dadurch geschwächten Insekten können nicht mehr weit genug fliegen, um Nahrung zu sammeln. Auch der trockene Herbst und der lange Winter 2009/2010 sowie die zunehmende Monokultur der Landwirtschaft spielen beim Populationsrückgang eine Rolle. Gab es vor zehn Jahren noch zirka eine Million Bienenvölker, so schätzt man ihre Anzahl heute auf knapp 700.000 Völker. Rund 10.000 Bienen-Flugstunden und 10 Millionen Blüten sind nötig, bis ein Liter Honig gewonnen werden kann.

 

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