Hunde aus zweiter Hand

 

Einem Tierheim-Hund eine neue Chance geben

Gründe, warum Hunde ins Tierheim kommen, gibt es viele: von der angeblichen oder realen Allergie über Umzug und Scheidung bis zum gestorbenen Hundehalter.Für Tiere ist das Tierheim oft der einzige Ort, an dem sie eine zweite Chance erhalten. Nach einer mehr oder wenigen langen Zeit finden Sie vielleicht ein neues Zuhause.

Die Länge des Aufenthalts richtet sich meist nach dem Alter. Viele wollen lieber einen jungen Hund, da sie der Ansicht sind, dieser lasse sich noch leichter erziehen. Ein Vorurteil, wie es viele rund um Tierheim-Hunde gibt. Meist sind es die alten Tiere mit schlimmer Vergangenheit die zu den besten Wegbegleitern für den Rest ihres nun hoffentlich guten Hundelebens werden.


Die zweite Chance

Ein weiteres Vorurteil schlägt sich in der weit verbreiteten Meinung nieder, dass Tierheim-Hunde einen "Knacks" hätten. Sicherlich ist jedes Tier ein Individuum und durch seine Vorgeschichte geprägt. Ist man aber bereit, sich mit dem neuen Freund zu beschäftigen, auf ihn einzugehen und kennt man die Vorgeschichte, steht einem problemlosen gemeinsamen Leben in der Regel nichts im Weg.


Geht man zudem davon aus, dass die Grunderziehung eines Welpen bis zu einem Jahr dauern kann, ist diese Zeit sicherlich sicher auch einem Hund mit "Geschichte" zuzubilligen. Natürlich findet sich auch einmal ein Hund, der sich ab dem ersten Tag in die Familie einfügt. Doch sollte man ebenso andere Eventualitäten in Betracht ziehen und akzeptieren.


Welcher Hund passt zu mir?

Rassehunde findet man in einem Tierheim ebenso wie Mischlinge jeder Größe und jeden Alters. Manchmal wird der neue Hausbewohner dann doch ein Mix, da man der "Liebe auf den ersten Blick" einfach nicht entkommen konnte.

Aus diesem Grund ist es zwar anzuraten, vorab eine Liste aller gewünschten Eigenschaften aufzustellen, sich auf diese aber nicht zu sehr zu versteifen. Bittende Hundeaugen, ein Schlecker über das Gesicht oder das Heben einer Pfote haben schon manche Vorsätze über den Haufen geworfen und aus dem Rüden wurde eine Hündin, aus dem Rassehund ein Mischling.


Drum Prüfe, wer sich bindet

Von einer Spontanmitnahme bei solchen Erlebnissen ist allerdings abzuraten. Lernen Sie das Tier erst einmal durch einige Spaziergänge und Spielstunden auf einem eingezäunten Gelände kennen.

Die Tierschutzvereine sehen dies gerne, erkennt man darin doch das wahre Interesse eines potentiellen Neubesitzers. Auf Grund der hohen Wiederabgabezahlen allzu schnell vermittelter Hunde legen Tierheime großen Wert auf Vor- und Nachkontrolle des neuen Zuhauses.


Fragen Im Tierheim

Zudem werden in einem intensiven Gespräch bereits vorab alle möglichen Probleme besprochen - zum Wohle des Tieres und nicht als Abschreckungsmaßnahme. Dies richtet sich vor allem nicht gegen den Interessenten.

Lassen Sie sich nicht davon abschrecken, wenn Fragen zu Miet- und finanziellen Verhältnissen, Familiengefüge und Hundeerfahrung gestellt werden. Das neue Familienmitglied sollte Ihnen diese Mühe wert und das Vorgehen jedem Tierfreund verständlich sein.


Gesunde Tierheimhunde

Hunde aus dem Tierheim sind meistens tierärztlich untersucht, geimpft und entwurmt. Oftmals zur Vermeidung von weiterem Hundeelend kastriert. Dadurch entstehen dem Tierschutzverein Kosten. Eine Abgabegebühr ist deshalb keine Kaufsumme, sondern zur Abgeltung einiger - längst nicht aller - Auslagen gedacht.

Eine Abschreckung von Händlern stellt sie zudem dar. Im Interesse des Tieres muss ein Abgabevertrag mit dem Tierschutzverein geschlossen werden.

Hierin verankert sind die Verpflichtung zur artgerechten Haltung (keine Zwinger oder Anbindehaltung), der ausreichenden gesundheitlichen Versorgung, das Verbot der Weitergabe an Dritte sowie ein Zuchtverbot mit dem Hund.

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