Leishmaniose beim Hund

 

Einleitung

Leishmanien, Erreger der Leishmaniose, sind kleine Parasiten, die von 2-3 cm großen Sandmücken übertragen werden. Sie können die Blutzellen von Menschen, Hunden und anderen Säugetieren befallen.

Leishmaniose hat ihre Verbreitung in tropischen und subtropischen Zonen Amerikas, Afrikas, Asiens, aber auch in europäischen Mittelmeerländern, wie z.B.: Südfrankreich, Italien, Griechenland und Spanien.

In Deutschland ist diese Erkrankung nicht heimisch, trotz importierter kranker Tiere. Leishmaniose positive Hunde werden bei uns noch häufig eingeschläfert. Eine völlig unnötige Maßnahmen, da diese Krankheit mangels Sandmücken in unseren Breitengraden weder auf Menschen, noch andere Hunde übertragen werden kann.

 

Leishmaniosesymptome beim Hund

Die Vielfalt der möglichen Symptome macht das Erkennen einer Leishmaniose sehr schwer.

Als erste Anzeichen werden das Ausfransen der Ohren beschrieben (wie von Fliegen angeknabberte Ohrränder). Häufig kommt es dabei zu kleinen Einrissen, meist mit Schuppenbildung an Ohren, Kopf, schließlich am gesamten Körper. Begleitet wird das Ganze von offenen, kleinen Ulcera (Hautwunden).

Diese Wunden sind meist rund und verheilen extrem schlecht. Angeführt von Haarausfall befallen diese Ulcera nach und nach Kopf, Hinterbeine, bis hin zum gesamten Körper. Die befallenen Tiere leiden an Appetitlosigkeit, chronischem Durchfall, verlieren an Gewicht. Es folgen Blutarmut, Lahmheit, zum Schluß Nierenversagen, die häufigste Todesursache der erkrankten Tiere.

Viele Hunde können den Erreger jahrelang in sich tragen und lange, bzw. sogar nie erkranken!

 

Therapie

Leishmaniose ist behandelbar, grundsätzlich gilt sie auch als heilbar.

Allopurinol, ein Medikament aus der Humanmedizin (Gichtmittel), bewirkt einen Rückzug der Leishmanien aus dem Blut. Nach einer Einnahme von ca. 3-4 Monaten zeigt sich der Titer meist negativ, zumindest aber nicht höher.

Das heißt, es sind keine, bzw. nicht mehr Antikörper gegen die Krankheitserreger im Blut nachweisbar. Trotzdem muß bei einem behandelten Tier regelmäßig eine Blutkontrolle erfolgen. Bei Streß oder einer immunschwächenden Erkrankung, hier reicht eine einfache Erkältung, können die Leishmanien sich sofort wieder vermehren und eine erneute Behandlung kann nötig sein.

Bei Bekanntwerden der Leishmaniose empfiehlt sich außerdem eine Behandlung mit Panfungol, einer 30 Tage dauernden Pilzkur, auch hier haben sich gute Erfolge erzielen lassen. Leishmaniose-positve Tiere sollten möglichst viele Milchprodukte ( wenn sie es vertragen ) zu sich nehmen, wie z.Bsp. Hüttenkäse, auch ein Ei in der Woche ist gut. Bei einer akut ausgebrochenen Leishmaniose reicht diese "sanfte" Behandlung meist nicht mehr.

Hier werden bis jetzt noch Chemotherapeutika (Glucantime) eingesetzt, eine sehr belastende Therapie, aber auch wirksam. Vergleichbar mit der menschlichen Chemotherapie! Die Hoffnungen liegen bei Prof. Eibl, Max-Planck-Institut Göttingen, der an einem Wirkstoff arbeitet, der die Leishmanien gezielt schädigt.

Diese Behandlung befindet sich noch in der Testphase. Sie gilt als sehr verträglich für die betroffenen Hunde und hat bis jetzt sehr gute Erfolge, bis zur vollständigen Heilung erzielt.

Die Hunde werden vor ihrer Reise nach Deutschland auf diese Erkrankung hin getestet, wobei jedoch eine 100%ige Sicherheit durch den Test nicht gewährleistet werden kann, schliesslich reicht ein Stich auf dem Weg zum Auto / Flugzeug zur Infizierung aus.